Bergenhusen.NABU.de Forschung Brandgansforschung Hintergrund Satellitentelemetrie
Mehr als Dauerüberwachung
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Wissenschaftlicher Hintergrund der Satellitentelemetrie
Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Basis für Schutzaktivitäten für Brandgänse zu erweitern. Dazu ist es erforderlich, die Aufenthaltsorte und Zugwege genau zu kennen. Bisher konnten einzelne Brandgänse im weitläufigen Wattenmeer und bei ihren Wanderungen im Winterhalbjahr kaum verfolgt werden. Mit Hilfe der GPS-Satellitentelemetrie können die besenderten Tiere jedoch bis auf wenige Meter genau geortet werden. Die Sender wurden so programmiert, dass die Positionen der Brandgänse während der Brutzeit und im Winter einmal täglich, während der Zug- und Mauserzeit sogar stündlich bestimmt werden kann.
Mit nur 30 Gramm Gewicht ist der Sender keine Belastung für die Brandgans.
Die so gewonnen Daten können die Ergebnisse großräumiger Zählungen, die von der Nationalparkverwaltung für das schleswig-holsteinische Wattenmeer organisiert werden, sinnvoll ergänzen. Unter anderem sollen folgende Fragestellungen mit Hilfe der Satellitentelemetrie bearbeitet werden:
Brandgans-Experte Dominic Cimiotti bei der Arbeit.
- Wie , wann und wo nutzen die einzelnen besenderten Brandgänse das Wattenmeer oder andere Gebiete?
Diese Kenntnisse sind die Grundlage für die Beantwortung einer Vielzahl von naturschutzfachlich relevanten Fragestellungen wie den Auswirkungen von Störungen und der Anwesenheit von Prädatoren in einzelnen Gebieten. - Wie lange verweilen die Tiere im Mausergebiet?
Hiermit soll eine genauere Abschätzung der Anzahl der Brandgänse ermöglicht werden, welche die Elbmündung im Laufe einer Saison insgesamt aufsuchen. Damit können Rückschlüsse auf den nordwesteuropäischen Bestand gezogen werden. - Wo mausern, rasten und überwintern Brandgänse aus verschiedenen Brutge-bieten im Wattenmeer?
Hiermit soll geklärt werden, wie verschiedene Aufenthaltsgebiete miteinander verknüpft sind.
Technischer Hintergrund
Die Satellitensender sind 30 Gramm schwer und werden mit Hilfe einer Teflonschnur als „Rucksack“ auf dem Rücken der Tiere angebracht. Mit Hilfe der Satelliten des „Global Positioning Systems“ (GPS) wird im regelmäßigen Abstand die Position der Brandgans vom Sender aufgezeichnet und zwischengespeichert. Die Genauigkeit der so ermittelten Positionen liegt bei etwa 15 Metern. Diese Daten werden zweimal wöchentlich per Satellit übertragen und abgerufen.
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Ansprechpartner
Dominic Cimiotti
NABU-Wattenmeerreferent
Dominic.Cimiotti@NABU.de
Tel. 04885-570
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