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Weißstorchzug
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News & Infos
Wir informieren Sie hier von Herbst bis Frühjahr über den Ablauf des Weißstorchzuges, über neue Entwicklungen in den Durchzugs- und Überwinterungsländern und über die Ergebnisse von Zählungen an Zugengpässen, entlang der Zugrouten und in den Überwinterungsgebieten. Wir bitten vor allem Wissenschaftler, Naturschützer und andere interessierte Personen in den Durchzugs- und Überwinterungsländern, uns während der Zugzeit ihre Beobachtungen vom Weißstorchzug mitzuteilen. Wir können diese dann hier veröffentlichen und so allen Besuchern der homepage Ausschnitte aus dem Ablauf des Zuges vermitteln. Bitte senden Sie uns ihre Beiträge per Mail an Kai-Michael Thomsen.
Adebar auf Reisen
Verfolgen Sie das Leben der besenderten NABU-Störche

Der NABU hat Weißstörche mit Satellitensendern ausgestattet. So lässt sich ihre Reise in den Süden live mitverfolgen. Eine Karte zeigt, wo die Vögel sich befinden. Im Tagebuch berichtet Stochenexperte Kai Thomsen von den Ereignissen auf dem Zug. Austauschen können Sie sich im Gästebuch. Außerdem gibt es Filme zu den Störchen und eine Webcam. Schauen Sie doch mal rein.
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NABU: Weißstörche bleiben aus
2005 deutlich weniger Tiere aus Winterquartieren zurückgekehrt
Berlin - Nach Beobachtungen des Naturschutzbundes NABU sind in diesem Frühjahr deutlich weniger Störche in ihre nord- und ostdeutschen Brutgebiete zurückgekehrt als im Vorjahreszeitraum. Zwischen zehn und 40 Prozent der Störche fehlen, wie NABU-Weißstorchbetreuer jetzt in einer Blitzumfrage feststellten. Auch aus den Ländern Mittel- und Osteuropas kommen ähnliche Angaben.
"In den Dörfern Nord- und Ostdeutschlands sind zahlreiche Storchennester verwaist", sagte Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut im NABU. Die Ursache für das Fehlen vieler Störche sei noch unklar. Allgemein werde das schlechte und kalte Frühjahrswetter in Südosteuropa als Ursache für das Ausbleiben der Störche vermutet. Aber auch eine langanhaltende Trockenperiode in Teilen Ost- und Südafrikas könnte zur Schwächung vieler Tiere geführt haben. "Fest steht, dass die gesamte Ostpopulation des Weißstorchs betroffen ist", betont Thomsen. Denn auch aus Polen, Lettland, der Slowakei und anderen Ländern des östlichen Mitteleuropas kämen die gleichen Botschaften. Bei den Störchen der Westpopulation, die in Westafrika überwintert hätten und in Westeuropa bis Südwestdeutschland brüten, sei hingegen kein Ausbleiben zu verzeichnen.
Das Phänomen ausbleibender Störche ist in größeren Zeitabständen häufiger zu beobachten. "Ausgelöst werden die sogenannten "Störungsjahre" durch ungünstige Faktoren, wie zum Beispiel Dürre im afrikanischen Winterquartier oder Regen auf den Zugwegen", erläutert der NABU-Storchenexperte. Bei Dürre bekämen die Großvögel nicht genug Nahrung, so dass ihnen die Kondition für den anstrengenden Rückflug fehle. Auch Sturm oder Regen erschwere den Tieren die Reise.
Das letzte Mal wurde eine späte Rückkehr von Weißstörchen vor acht Jahren beobachtet. Verantwortlich für die Verspätung der Tiere war damals das extrem schlechte Wetter in der Türkei, das den Weiterzug der Störche behinderte. Auch in diesem Jahr ziehen noch kleine Storchentrupps durch die Türkei und finden vereinzelt den Weg in nord- und ostdeutsche Brutgebiete. "Für eine erfolgreiche Brut ist es bei den Nachzüglern allerdings zu spät", betont Thomsen. 2004 wurden deutschlandweit 4710 Weißstorchpaare gezählt.
Für Rückfragen: Kai Thomsen Tel.: 04885 - 570

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