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Weißstorchzensus
Weißstorchzensus
Sind denn alle da?
2004 und 2005 fand eine weltweite Volkszählung des Weißstorchs statt. Ziel war es, verlässliche Daten über die Bestandentwicklung des beliebten Großvogels zu ermitteln und damit Grundlagen für den zukünftigen Naturschutz zu erhalten. Internationaler Weißstorchzensus heißt dieses einmalige Forschungsprojekt für die Natur, an denen sich Storchenschützer aus 38 Ländern in Europa, Nordafrika und Asien beteiligen. Die Zählung wird alle 10 Jahre, und wurde mittlerweile zum sechsten Mal organisiert. Im Michael-Otto-Institut im NABU in Bergenhusen laufen die Fäden zusammen.
Der VI. Internationale Weißstorchzensus wird gemeinsam vom NABU und seinem internationalen Dachverband BirdLife International getragen und wird organisatorisch vom britischen BirdLife Partner RSPB unterstützt. Das weltweite Netzwerk der Vogelschutz-Organisationen - BirdLife International. Die nationalen Partnerorganisationen des BirdLife Netzwerkes koordinieren die nationalen Zählungen und senden die Daten ans Michael-Otto-Institut im NABU.
Der Zensus fand zu dem Zeitpunkt statt, als 10 neue Mitgliedsstaaten der EU beitraten. Darunter befanden sich Länder, die große Weißstorchbestände beherbergen, mit zusammen 43% der Weltpopulation. Die Landwirtschafts- und Infrastrukturpolitik in den neuen Mitgliedsstaaten wird sich verändern. Das wird auf die Lebensräume des Weißstorchs und vieler anderer Arten der Agrarlandschaft erhebliche Auswirkungen haben. Durch den Weißstorchzensus erhalten die Naturschützer wichtige Datengrundlagen, um in den kommenden Jahren für Feuchtwiesen und Flussauen aktiv werden zu können. Dabei dient der Weißstorch als populäre Leitart für die Erhaltung der Lebensräume, die auch vielen anderen bedrohten Arten dient.
Nunmehr liegen die ersten vorläufigen Ergebnisse des VI. Internationalen Weißstorchzensus vor. Aktuell sind Daten von 28 Ländern verfügbar, die etwa 88% der Weltpopulation beherbergen. Auf dieser Basis kann die Weltpopulation des Weißstorchs auf etwa 230.000 Paare geschätzt werden Bei der letzten Erfassung 1994/95 brüteten weltweit nur etwa 166.000 Storchenpaare. Somit nahm die Zahl der Storchenpaare in den letzten zehn Jahren um 39% zu.
Die Bestandsentwicklung der nach Westen ziehenden Population unterscheidet sich erheblich von der nach Osten ziehenden Population. Die Westpopulation stieg seit 1994/95 mit etwa 89% dramatisch an. Dagegen wuchs die Ostpopulation nur um 28% in 10 Jahren.
In nur vier Ländern gingen die Bestände zurück (Türkei, Usbekistan, Dänemark und Bosnien-Herzegowina). In Lettland, der Tschechischen Republik und Ungarn gab es keine Bestandsveränderungen. Der höchste Bestandsanstieg in der Ostpopulation wurde an der östlichen Verbreitungsgrenze in Russland, der Ukraine und Weißrussland registriert.
Weitere Informationen finden Sie in den Zensus-Nachrichten/Census-News.
Ansprechpartner: Kai-Michael Thomsen
Zensusnewsletter 2006 Nr. 3
Hier können sie den letzten Zensus-Newsletter in deutsch oder in englisch herunterladen.
Here you can download the Census-Newsletter in German or in English
Hier können Sie die Übersicht der vorläufigen Ergebnisse des Weltbestands in deutsch oder in englisch herunterladen.
Here you can download the graphs and tables about the preliminary results of the VI. White Stork Census in German or in English
Poster von der NABU-Präsentation beim IOC vom in Hamburg 13. - 19. August 2006
Poster from the NABU presentation on the International
Ornithological Congress in Hamburg 13. - 19. August 2006
Grafik mit den Bestandszahlen.
Graphik with the populationdata.

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